Publikation: Sammelband zur Philosophie der Technik

cover_funk_hg_2015IFunk, Michael (Hg.) 2015: ‚Transdisziplinär‘ ‚Interkulturell‘. Technikphilosophie nach der akademischen Kleinstaaterei. Würzburg: Königshausen & Neumann.

Soeben ist der Sammelband zu transdisziplinären und interkulturellen Fragestellungen in der Technikphilosophie bei K&N erschienen. Literarisch stilisiert als Logbuch verschiedener Forschungsreisen werden Fragestellungen zur Methode der Technikphilosophie, sowie zur Kultur, Religion und Ethik technischen Handelns von renommierten Vertretern des Fachs behandelt. Auf insgesamt 534 Seiten liefern 29 Beiträge von Don Ihde, Bernhard Irrgang, Klaus Kornwachs, Hans Lenk, Carl Mitcham, Thomas Rentsch, Walther Ch. Zimmerli und vielen anderen Autorinnen und Autoren einen Grundriss aus Überblicksdarstellungen und problembezogenen Texten zu Verhältnissen zwischen Mensch, Technik und Gesellschaft.

Inhaltsverzeichnis

zum Verlag

Aus dem Vorwort:

„…ein Logbuch aus vier Vermessungsfahrten. Seekarten eines erfahrenen Seebären folgend führten mich Forschungsreisen in unbekannte Gewässer. Hierzulande werden jene nebeligen Stellen akademischer Landkarten mit Standarten wie ‚Transdisziplinär‘ und ‚Interkulturell‘ belegt. So navigierte ich aus den Gefilden der akademischen Kleinstaaterei in einer ersten Ver-messungsreise zu den Wurzeln der eigenen Disziplin: Philosophie der Tech-nik. Ich fand Unterrichtung bei den Gelehrten Don Ihde, Hans Lenk, Armando A. Chiappe, László Ropolyi, Gerd Grübler, Balasundaram Subramanian, Achim Hahn, sowie Jörg R. Noennig & Frederik Bellermann, bevor mich eine zweite Reise zur Erkundung des Hintergrundes: Kulturen und Techniken motivierte. Aufklärung und Unterweisung erfuhr ich auf dieser zweiten Fahrt durch Klaus Kornwachs, Reena Patra, Chandrima Christian-sen, Carl Mitcham, Jürgen Pretzsch & Maxi Domke und schließlich durch Sybille Langer & Peter Hafenberg. Um jenes Wissen bereichert stach ich ein drittes Mal in See, auf der Suche nach Glauben: Wissenschaften und Religionen. Es war eine weitere Forschungsreise, die mich einmal mehr an die Küsten und in die Häfen der Meister Néstor A. Corona, Mark Coeckelbergh, Hans-Ulrich Wöhler, Thomas Rentsch, Peter Fonk und Walther Ch. Zimmerli führte. Eine vierte Fahrt folgte. Der moralische Dorn im Fleisch der Forschung musste lokalisiert werden, so dass ich aufbrach zur Erkundung der Ethik: Techniken und Verantwortungen. Mir begegneten die Gelehrten Carl Friedrich Gethmann, Tsuyoshi Matsuda, Workineh Kelbessa, Caris-Petra Heidel und Dorando J. Michelini, die mir ebenfalls Bücherschätze und reiches Wissen offenbarten. Zuletzt traf ich im Hafen des eigenen Kleinstaates, unweit der Kaimauaer, welche so oft schon die Aus- und Einfahrten meiner bisherigen Unternehmungen flankiert hatte, auf einen alten Seebären namens Bernhard Irrgang. So wurden mir nach all den fernen Ozeanen auch Weitblicke im eigenen Trockendock zuteil. Über all dies lege ich im vorliegenden Logbuch Rechenschaft ab. Weil nach der Forschung vor der Forschung ist, stelle ich hiermit die Resultate der Erkundungen zur Neuvermessung einer Technikphilosophie nach der akademischen Kleinstaaterei für weitere Ausfahrten zur Verfügung…
…und damit seien auch die ersten Reisen unter dem Banner „Technologien philosophieren“ dokumentiert. Dieses Logbuch bildet Band 1 der gleichnamigen Buchreihe.
Ich danke allen Weggefährten, die mir während der Erkundungsreisen begegnet sind, für Unterstützungen, Anregungen und all die fruchtbaren Ge-spräche wie auch Beiträge, die dieses Buch erst zu dem machen, was es ist. Weiterhin spreche den Herren Néstor A. Corona, Don Ihde, Bernhard Irrgang, Carl Mitcham, Thomas Rentsch, Balasundaram Subramanian, Hans-Ulrich Wöhler und Walther Ch. Zimmerli besonderen Dank aus für Navigationsunterricht, Ausblidungen in seemännischen Angelegenheiten und die überlassenen Seekarten im Vorfeld der Forschungsreisen. Zuletzt gilt mein Dank der Reederei Königshausen & Neumann, und hier besonders Ka-pitän Johannes Königshausen.
Zu einer Zeit, da ein neues Jahrtausend die ersten Schritte gegegangen, an einem Ort aus Kunst und Kultur, aus Barock und Expressionismus, aus Romantik, Zerstörung und Trennung, nach dem Versuch einer anderen Gesellschaft, schließlich aus Wiederaufbau und Neuerrichtung – nunmehr mit technologischem Aufbruch das Neue im Blick…“

Ein Kommentar bisher - Was sagst du?

Kommentare sind geschlossen, allerdings sind Trackbacks und Pingbacks möglich.